19.12.2019

Briefe



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ID: 14688 Brieftext


Geschrieben am: Freitag 12.11.1847
 

Verehrteste Frau,
Nach den Proben, die mir Ihr Herr Sohn gestern gebracht, freue ich mich mit Nächstem den Unterricht anfangen zu können. Ob wir mit nur einer Stunde wöchentlich rasch genug vorwärts kommen, zweifle ich; wir wollen es indeß vor der Hand versuchen, und ich schlage dazu die des Donners¬tag von 5–6 Uhr vor. Lieb wäre es mir, noch vor der ersten Stunde einige der bei Hrn. Hiller gearbeiteten contrapunctischen Uebungen zur Durch¬sicht zu erhalten. Was die Bedingungen betrifft, so hat mir schon Hr. Hiller davon gesprochen, und ich bin bereit, die seinigen zu den meinigen zu machen; die Termine der Zahlung wünschte ich monatlich festgestellt. |2| Im Uebrigen bitte ich Ihren Hrn. Sohn, mich auch außer in den Stun¬den recht oft mit seinem Besuch zu erfreuen; in den Abendstunden (von 5–6 Uhr) bin ich fast immer zu Hause; es läßt sich auf solche Weise, und ohne gerade immer lehren und lernen zu wollen, mancherlei besprechen und aufklären.
Möchte es denn Glück- und Heilbringend sein, was wir unterneh¬men; um meine aufrichtige Theilnahme an den Bestrebungen Ihres Hrn. Sohnes dürfen Sie sich überzeugt halten, der ich bin
Verehrte Frau,
Ihr
ergebenster
Dr. Robert Schumann.
v. h. den 12 November 1847.

  Absender: Schumann, Robert (1455)
Absendeort: Dresden
  Empfänger: Ritter, Julie (1286)
Empfangsort: Petersburg
  Schumann-Briefedition: Serie: II / Band: 22
Robert und Clara Schumann im Briefwechsel mit Korrespondenten in Dresden / Editionsleitung: Thomas Synofzik und Michael Heinemann / Herausgeber: Carlos Lozano Fernandez und Renate Brunner / Dohr / Erschienen: 2021
ISBN: 978-3-86846-032-2
786 f.
 



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